Der Fußgängerbarometer: Wie beurteilen Belgier ihre Gehwegbedingungen?

Belgien hat einen ersten nationalen Barometer für Fußgänger: den Fußgängerbarometer (niederländisch: Voetgangersbarometer, französisch: Baromètre Piéton). Diese landesweite Meinungsumfrage misst, wie zufrieden die Menschen in ihrer Gemeinde mit den Bedingungen für Fußgänger sind.

Nationaler Durchschnittswert: 10,4 von 20

Die erste Ausgabe des Fußgängerbarometers wurde mit rund 13.590 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Das nationale Ergebnis: 10,4 von 20. Das deutet darauf hin, dass belgische Fußgänger im Durchschnitt kaum zufrieden mit ihrer Situation sind — weder unzufrieden noch begeistert.

Die Skala funktioniert wie folgt:

  • 0 = sehr unzufrieden
  • 10 = neutral / durchschnittlich
  • 20 = sehr zufrieden

Ergebnisse ausgewählter Gemeinden

Für alle Gemeinden mit mindestens 50 Einreichungen wurde ein eigener Bericht erstellt — über 60 Gemeinden wurden in der ersten Ausgabe ausgewertet. Einige Beispiele:

  • Antwerpen: 10,0 / 20 (646 Einreichungen)
  • Gent: 10,7 / 20 (412 Einreichungen)
  • Brüssel: 10,1 / 20 (485 Einreichungen)
  • Namür: 9,9 / 20 (376 Einreichungen)

Was wird gemessen?

Die Umfrage bewertet das Zufüßgehen in acht Themenbereichen:

  • Allgemeines Gefühl beim Gehen
  • Rücksichtsnahme im Verkehr
  • Fußwegenetz (Wege, Routen, Vernetzung)
  • Verkehrssicherheit
  • Komfort für Fußgänger
  • Engagement der Gemeinde für das Zufüßgehen
  • Einrichtungen und Infrastruktur
  • Grünflächen in der Gemeinde

Wer steht dahinter?

Der Fußgängerbarometer ist eine gemeinsame Initiative der drei regionalen Fußgängerorganisationen Belgiens, finanziert durch den belgischen Föderalen Öffentlichen Dienst für Mobilität und Transport:

  • Voetgangersbeweging (Flandern)
  • Tous à pied (Wallonien)
  • Walk.brussels (Brüssel)

Die Ergebnisse sind online abrufbar unter voetgangersbarometer.be/results.